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Gelungenes Konzert von "CANTADEON" in Stadtsteinach

(Frankenpost und bayerische Rundschau 29.10.2002)

Sinti-Songs,Chansons:
Die ganze Welt ist Musik
Ihr Auftritt hatte Schwung und Flair: Das Duo "CANTADEON" aus Ostrach
begeisterte am Samstagabend mit internationaler Folklore und Chansons
die Besucher in Stadtsteinach.
Die Klänge fremd und fesselnd, die Arrangements mitreissend, die Ausstrahlung des Duos faszinierend, - ein wunderschöner Musikabend mit zwei brillianten Künstlern.

... Lange Nacht im Schlossmuseum Aulendorf am 28.10.2002

(Schwäbische Zeitung:)

Beide Musiker trugen schwarze Hüte und die Klezmer-Musik wie die Musetteklänge aus Paris passten gut dazu.
Die weichen und zärtlichen Moll-Melodien, unendlich behutsam abgestimmt, faszinierten sofort das Publikum, das rasch den Saal füllte.
International wollten sie sein, wie die Atmosphäre früher in diesem verzaubernden Raum, und das gelang ihnen auch prächtig.
Die Phantasie des Akkordeonisten tanzte zwischen Jerusalem, Budapest und Moskau hin und her und beide Instrumente waren ein Herz und eine Seele.
Ein Konzertango ließ Akkordeon und Gitarre gleichermaßen träumen, dem folgte das ironische "Bey mir biste scheen"
eine barkarolenartige Beguine schaukelte hinterher, ein russischer Tanz , die schnellen Sachen lagen den beiden; sie bewiesen damit auch ihr hohes technisches Können.

Traditionelle Musik begeistert Fans

Drei Stunden lang handgemachte Musik vom Feinsten, die im Lauf des Abends zahlreiche Zuhörer anlockte und begeisterte. Neben überlieferter Roma- und Sintimusik - zweifellos die Spezialität des Duos - brachten sie nach eigenen Arrangements kabarettreife Chansons, französische Musettes und israelische Traditionals zum Vortrag. Virtuos flogen Sperlings Finger selbst im Sechzehntelbereich über die Tastatur des Akkordeons und auch auf der Gitarre bewies Schuster exzellentes Spiel.

Mit Schellenband um die bestiefelte Fessel und faszinierender Lautmalerei gab sie der Zigeunermusik zudem den typischen Rhythmus. Beste Stimmenharmonie bei den Gesangsstücken rundete den Vortrag ab. Die beiden bewiesen, dass sie in der Lage sind, ein abendfüllendes Konzert zu gestalten. Das Publikum dankte es den Künstlern mit heftigem Applaus.

 

Schwäbische Zeitung 07.08.2002

Auftakt zum Festival 02 Gut 200 Besucher erlebten das

"Duo Cantadeon"

Musik mit Herz,
Seele und Feuer

VON CHRIS HERRMANN

Einen beeindruckenden Ausschnitt aus seinem Sechs Stunden Repertoire hat das "Duo Cantadeon" mit Claudius Sperling und Musik Lebenspartnerin Annette Schuster am Samstagabend im Seepark Linzgau beim Festival 02 auf die Bühne gebracht. Locker und selbstbewusst absolvierten die beiden das Konzert mit drei Sets.

Abgestimmt auf das anschließende Feuerspektakel, richteten sie ihren musikalischen Beitrag auf die Marke "feurig" aus. Mit Walzer, Tango, Musette und vor allen Dingen Klezmermusik und östlicher Folklore heizten sie dem Publikum ein. Mit Rhythmen und Melodien jede für sich wäre schon einen Applaus wert gewesen war das Ganze genial anzuhören.

Funksender ermöglichten den beiden einen Ausflug zum Publikum. Die Spielfreude war ihnen anzusehen, mit Herz und Seele ihrer Musik und Instrumenten verbunden. Das Akkordeonspielen liegt Claudius Sperling im Blut. Mit wunderschönen Akkorden, die von Annette Schuster auf der Gitarre begleitet wurden, brachte er viel Gefühl ins Spiel. Bei den Klezmer Songs "Wedding March", "Trahina" oder "Bei mir biste schön" ist es das melodische Moll, das die Musik so lebendig wirken lässt. Durch die musikalischen Elemente wird das Leben mit all seinen Gegensätzlichkeiten gespiegelt. Mit impulsiver Zigeunermusik wie "Fuli chai", oder "Diregelt" wurde das "feuerwürzige" Level in bester Manier gehalten. Immer wieder setzten sich beiden mit ihren Instrumenten geschickt in Szene: Claudius, wie er virtuos und in Windeseile mit seinen Fingern über die Tastatur sauste, und Annette, wie sie mit filigraner Spieltechnik die Gitarrensaiten zupfte. Aber auch ruhige und einfühlsame Stücke wie "For Sephira" von dem Rosenberg Trio wurden als Kontrast geboten.
Durch die dreijährige musikalische Zusammenarbeit sind sie ein eingespieltes Team. Eine kurze Absprache meist während der Applausphase reichte aus, um spontan, dem Stimmungsbarometer entsprechend, den nächsten Song anzustimmen.

Etwas Besonderes ließen sich das Duo Cantadeon. bei "Lazy" einfallen. Einzelne Passagen wurden von dem "Deep Purple" Klassiker intoniert und in das Stück mit eingebunden. Ebenso vielseitig wie das musikalische Spektrum war die Besucherpalette. Alle Generationen waren vertreten und ließen sich von der ausdrucksstarken Musik verwöhnen. Im passenden Rhythmus Annette stampfte mit ihrem Glöckchenbehafteten Stiefel den Takt klatschte das Publikum enthusiastisch mit. Dabei war es vor allem die zweijährige Elena, die ungehemmt vor der Bühne und im Zelt umherhüpfte und ihren Gefühlen freien Lauf ließ.

Mit "Der schöne Emil", ein Song aus den 20er Jahren, der von der Eitelkeit der Männer handelt, und dem Romalied "Romni" verabschiedete sich das Duo beim Publikum. Dieses brachte mit lang anhaltendem Applaus seine Begeisterung zum Ausdruck.

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